Assyrtiko
Weiße Rebsorte aus Santorin
Assyrtiko ist eine weiße, autochthone Rebsorte Santorins, wo der Weinbau maßgeblich zur ästhetischen Prägung der Landschaft der Insel Thira beiträgt. Gleichzeitig wird sie heute im gesamten Ägäischen Raum kultiviert.
Sie gilt als edle weiße Rebsorte und zählt zu den international bekanntesten griechischen Sorten. Assyrtiko ist eine hochgradig vielseitige Rebsorte mit hervorragenden mosttechnologischen Eigenschaften, großer Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Anbaumethoden sowie der Fähigkeit, bei verschiedenen Stufen der technologischen Reife vinifiziert zu werden.


Die Geschichte der Rebsorte Assyrtiko
Es gibt verschiedene Theorien zur Herkunft des Namens der Rebsorte, wobei die verbreitetste davon ausgeht, dass der Name „Assyrer“ bedeutet und die Ursprünge des Assyrtiko in Mesopotamien, im Gebiet des heutigen Irak, verortet.
Diese Theorie wird jedoch weder genetisch noch wissenschaftlich gestützt und bleibt daher bislang lediglich eine Theorie.
Der Assyrtiko stammt von der Insel Santorin in der Ägäis.
Anbau der Rebsorte Assyrtiko
Die Gesamtfläche der Weinberge beträgt etwa 19.000 Stremma, wovon rund 70 % (12.000–13.000 Stremma) auf Santorin liegen, wo Assyrtiko auch wurzelecht angebaut wird.
Über Santorin hinaus wird der Anbau von Assyrtiko in den Regionen Dodekanes, Kykladen, Thessalien, Thrakien, Makedonien, Peloponnes, Mittelgriechenland und Kreta empfohlen.
Die Weinberge der Region Dafnes liegen nordöstlich des Psiloritis-Gebirges. Die Böden der Region sind von mittlerer Textur bis tonig-lehmig geprägt und weisen einen hohen Gehalt an Calciumcarbonat von über 40 % auf.
Das vorhandene Calciumcarbonat neutralisiert die Bodenazidität, wobei der pH-Wert zwischen 7 und 8,5 liegt – ein Bereich, der ideal für die Aufnahme der meisten Spurenelemente durch die Rebe ist. Darüber hinaus verbessert Calciumcarbonat die Bodenstruktur, sorgt für gute Drainage und eine ausgewogene Bodentemperatur.
Diese Bodeneigenschaften fördern eine optimale phenolische und technologische Reife der Trauben und tragen somit zur Erzeugung von Weinen mit reicher Struktur und Volumen, intensiver Farbe und ausgewogener Säure bei.
Der Assyrtiko ist besonders widerstandsfähig gegen Trockenheit und hohe Temperaturen.
Die Weinberge der Region Dafnes liegen nordöstlich des Psiloritis-Gebirges. Das Relief der weiteren Umgebung wird von etwa drei Haupt-Hügelketten geprägt, die nahezu parallel verlaufen und sich vom nördlichen Teil des Regionalbezirks nach Süden erstrecken, in einer Höhenlage von 300–500 Metern.
An den Hängen dieser Hügelketten sind die Weinberge von Dafnes angelegt, überwiegend mit östlicher oder westlicher Ausrichtung.
Die langgestreckten Täler, die sich zwischen den Hügelketten bilden, fungieren als natürliche Luftkanäle, durch die kühle Luft vom Kretischen Meer ins Landesinnere geleitet wird. Dadurch bleiben die Sommertemperaturen auf einem sehr günstigen Niveau. Da Niederschläge im Sommer selten sind, bleiben Reben und Trauben gesund.
Dieses einzigartige Mikroklima erklärt den kontinuierlichen Weinbau in der Region über viele Jahrhunderte, von der Zeit der venezianischen Herrschaft vom 13. bis zum 17. Jahrhundert.
Der Assyrtiko ist besonders widerstandsfähig gegen Trockenheit und hohe Temperaturen.
Die Weinberge der Region Dafnes liegen nordöstlich des Psiloritis-Gebirges. Das Relief der weiteren Umgebung wird von etwa drei Haupt-Hügelketten geprägt, die nahezu parallel verlaufen und sich vom nördlichen Teil des Regionalbezirks nach Süden erstrecken, in einer Höhenlage von 300–500 Metern.
An den Hängen dieser Hügelketten sind die Weinberge von Dafnes angelegt, überwiegend mit östlicher oder westlicher Ausrichtung.
Die langgestreckten Täler zwischen den Hügelketten wirken als natürliche Luftkanäle, die kühle Luft vom Kretischen Meer ins Landesinnere leiten und so die Sommertemperaturen auf einem sehr günstigen Niveau halten. Da Niederschläge im Sommer selten sind, bleiben Reben und Trauben gesund.
Dieses einzigartige Mikroklima bildet die Grundlage für den kontinuierlichen Weinbau in der Region über viele Jahrhunderte, von der Zeit der venezianischen Herrschaft vom 13. bis zum 17. Jahrhundert.


Schnitt des Assyrtiko
Die Basisknospen der Rute sind nicht fruchtbar (blinder bzw. erster schlafender Knospe), weshalb ein langer Schnitt bevorzugt wird. Der fruchttragende Trieb trägt in der Regel zwei Trauben am 3. und 4. Knoten.
In den Weinbergen Santorins werden die Rebstöcke der Sorte Assyrtiko wurzelecht kultiviert und zu einer besonderen Becherform erzogen, mit sehr niedrigem Stamm und Trieben, die kreisförmig nach unten gebogen und an der Basis der Produktionseinheit angebunden werden, wodurch die bekannten „Kouloura“-Formen entstehen.
In den neueren Anbaugebieten wird Assyrtiko in der Regel als beidseitiger Guyot-Schnitt (mit Langruten) erzogen.
Die Basisknospen der Rute sind nicht fruchtbar (blinde bzw. erste schlafende Knospe), weshalb ein langer Schnitt bevorzugt wird. Der fruchttragende Trieb trägt in der Regel zwei Trauben am 3. und 4. Knoten.
In den Weinbergen Santorins werden die Rebstöcke der Sorte Assyrtiko wurzelecht kultiviert und zu einer charakteristischen Becherform erzogen, mit sehr niedrigem Stamm und Trieben, die in einem vertikalen Kreis gebogen und an der Basis der Produktionseinheit angebunden werden, wodurch die bekannten „Kouloura“-Formen entstehen.
In den neueren Anbaugebieten wird Assyrtiko überwiegend als beidseitiger Guyot-Schnitt (mit Langruten) erzogen.
Die Weinberge der Rebsorte Assyrtiko werden mit einer Pflanzdichte von etwa 350–400 Rebstöcken pro Stremma angelegt und in linearen Erziehungssystemen kultiviert, mit Pflanzabständen von 1,10 m × 2,5 m.
Ampelographische Beschreibung der Rebsorte Assyrtiko
Triebspitze: Offen, grün mit rosafarbenem Rand, spinnwebartig bis flaumig behaart.
Blatt: Gelbgrün mit kupferfarbenen Flecken, auf der Oberseite glatt, auf der Unterseite flaumig bis wollig behaart, mit ausgeprägten Adern.
Form – Größe: Mittelgroß bis groß, dreilappig (seltener fünflappig), rundlich bis keilförmig, symmetrisch.
Blattspreite: Leicht blasig, dick, mit nach oben gebogenem Rand.
Stielbucht: Sehr offen, U-förmig.
Adern: Grün und glatt auf der Oberseite, gelbgrün und spinnwebartig behaart auf der Unterseite der Blattspreite.
Zähne: Spitz, klein bis mittelgroß, in zwei Reihen angeordnet, ungleichmäßig groß.
Blattstiel: Kurz, mitteldick, grün mit rötlichen Partien, glatt.
Mittelgroß, gelegentlich groß, zylindrisch oder konisch, einfach aufgebaut, dicht, mit gleichmäßig großen Beeren.
Der Beerenstiel ist kurz und kräftig und bei voller Reife mäßig verholzt.
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Die Beere der Rebsorte Assyrtiko ist mittelgroß bis groß, kugelförmig bis ellipsoid. Die Beerenhaut ist gelb mit goldenen Reflexen, von mittlerer Dicke, für eine weiße Rebsorte reich an Tanninen, durchscheinend und von einer feinen Wachsschicht (Bereifung) bedeckt.
Das Fruchtfleisch ist weich, mäßig saftig und weist einen charakteristisch säuerlichen Geschmack auf. Der Beerenstiel ist mittellang und locker haftend.
Die Kerne sind zwei bis drei pro Beere, gekrümmt, birnenförmig und besitzen einen langen, feinen Schnabel.
Die Rute ist gelblich-braun, mit elliptischem bis rundem Querschnitt, kantig und glatt.
Die ampelographische Beschreibung basiert auf dem Buch „Ampelographie“ von Manolis Stavrakakis.


Phänologische Merkmale des Assyrtiko-Weinbergs
Der Boden und die klimatischen Bedingungen jeder Region beeinflussen maßgeblich die phänologischen Stadien der Rebsorte. In der Region Dafnes wurden allgemein folgende Zeiträume beobachtet:
- Austrieb: 3. Dekade März – 1. Dekade April
- Vollständiger Austrieb: 3. Dekade April
- Beginn der Blüte – Vollblüte: 18.–22. Mai
- Beginn der Reife (Véraison): 20.–30. Juli
Technologische Merkmale des Mostes aus vollreifem Assyrtiko
• Zucker: 250–260 g/L
• Gesamtsäure: 7,0–9,5 g/L
• pH-Wert: 3,1–3,4
Das Geheimnis eines großen Assyrtiko liegt in der Begrenzung der Erträge, der Anwendung geeigneter weinbaulicher Praktiken, um eine Überreife zu vermeiden, und schließlich in einer Vinifikation, die eine maximale Extraktion der Farbstoffe ermöglicht.
Die griechische Gesetzgebung zur Rebsorte Assyrtiko
Die Rebsorte Assyrtiko gehört zu den empfohlenen Keltertraubensorten, die im weinbaulichen Gebiet Kretas angebaut werden dürfen. In Kombination mit den Rebsorten Athiri und Roditis ergibt sie den trockenen Weißwein mit geschützter Ursprungsbezeichnung (PDO) „Plagies Melitona“.
Die Sorte wird allein oder in Kombination mit kleinen Anteilen von Athiri und Aidani für die Erzeugung der trockenen und süßen Weine mit PDO „Santorini“ verwendet. Aus derselben Rebsortenzusammensetzung wird auch der Süßwein aus sonnengetrockneten Trauben (Passito und Vin de Liqueur) mit der Bezeichnung Vinsanto hergestellt (Amtsblatt FEK 179/B/19-02-2002), der von der Europäischen Union als Ursprungsbezeichnung anerkannt und als Synonym der PDO „Santorini“ geschützt ist.
In Kombination mit den Rebsorten Monemvasia (mindestens 51 %) und Kydonitsa ist Assyrtiko Bestandteil der Rebsortenzusammensetzung des Weins mit PDO „Monemvasia–Malvasia“.
Darüber hinaus beteiligt sich Assyrtiko an der Erzeugung von mehr als 20 trockenen Weißweinen mit geschützter geografischer Angabe (PGI), darunter: „Kritikos“, „Agioritikos“, „Anavyssou“, „Attikos“, „Drámas“, „Dodekanisiakos“, „Epanomis“, „Pangaίου“, „Paianitikos“, „Thivaikos“, „Plagies Vertiskou“, „Korinthiakos“, „Chalkidikis“, „Syrianos“, „Kykladon“, „Kos“ u. a.


Die Eigenschaften des Assyrtiko-Weins
Die Farbe des Assyrtiko-Weins ist von hoher Intensität und variiert je nach Alter. Sie reicht von hellem Gelb mit grünen Reflexen in jungen Weinen bis hin zu goldenen Nuancen mit zunehmender Reife.
Das charakteristische Aromabukett verbindet frische Zitrusaromen, vor allem Zitrone, sowie weiße Früchte mit Noten von Tee und Kräutern. Das Reifepotenzial wird von der hohen Säure getragen, die dem Wein eine bemerkenswerte Langlebigkeit verleiht und ihm ermöglicht, im Laufe der Zeit ein komplexes, intensives Bukett mit typischen Reifearomen und guter geschmacklicher Entwicklung auszubilden.
Am Gaumen setzen sich die Aromen der Nase fort, begleitet von reichem Körper und charakteristisch hoher Säure.
Je nach Vinifikationsstil besitzt Assyrtiko ein Reifepotenzial von 8 bis 10 Jahren.
Was die Süßweine aus Assyrtiko betrifft, führt die Sonnentrocknung der Trauben zu Weinen mit hohem Alkoholgehalt und sehr weichen Tanninen.
Der Assyrtiko gilt als die edelste Rebsorte des griechischen Weinbaus.
Douloufakis-Weine aus der Rebsorte Assyrtiko

Alargo Weißwein
- 100 % Assyrtiko
- Trockener Wein
- Vinifikation im Edelstahltank
Urheberrechte © DOULOUFAKIS WINERY
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